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Blume der Venus: Die schönste Beziehung.

Oh leuchtender Stern – der du trägst die Nummer Fünf.
Du warst die Erste, die ich sah, als ich hier ankam.
Dank dir weiß ich, was mein Eigen Erbe ist.
Während der tausenden von Jahrn’, in welchen meine Seele hier wart,
bist du im Himmel, so groß, so fern, ich hab’ versucht dich zu packen.
Du bist in allem, meinem Blut, den Pflanzen, meinem DNA.
Du bist so klein, ich kann dich nicht finden.
Mein Herz erinnert mich: Alles was ich tue, tue ich für dich, das wird immer so sein.
Seit langer Zeit spielen unsere Geister fangen,
genauso wie Erde und Venus durch das Sonnensystem tanzen.
Ich kann allein sein und dein Wohlsein aus der Ferne genießen.
Du wirst die Letzte sein, die ich wahrgenommen habe, wenn ich hier abreise.

© Poesie / Skulptur „Blume der Venus“: APA.

Der hellste Punkt am Himmel ist Venus. Es ist der Planet, welcher uns am nächsten ist und alle 584 Tage genau zwischen Sonne und Erde verläuft. Die winzigen Schleifen entstehen, wenn sich die Venus rückwärts bewegt. Von der Erde aus betrachtet (geozentrische Perspektive), ergibt diese Harmonie eine wundervolle Geometrie: In der Mitte erscheint ein fünfzackiger Stern – die „Blume der Venus“. Ein Umlauf dauert genau 8 Erd-Jahre (99,9%) und 13 Venus-Jahre (99,9%), was für uns bedeutet, dass Venus alle 8 Jahre genau am selben Punkt des Himmels gefunden werden kann.

© Skulptur “Blume der Venus”: APA.
Bild: Guy Ottewell.
Inhalt: John Martienau

Im Hintergrund sehen Sie, direkt unter dem Schiff, den Braunmantel-Austernfischer (Haematopus palliatus), lokal auch „Pilpilén“ genannt. Dieser Vogel ist etwas ganz Besonderes und kommt hier am Strand der Zentralküste Chiles vor. Das Nest ist eine einfache Vertiefung im Sand. Die Brut besteht aus 2-3 Eiern und die Inkubation dauert zwischen 24 und 29 Tagen. In letzter Zeit wurde diese Vogelart in Chile durch grobe Unwissenheit und Ignoranz bedroht. Denn ihre Eier werden oft von schweren Fahrzeugen zerstört, welche zum Vergnügen durch die Dünen fahren. Alle Bewohner der Küste können sich um den Pilpilén kümmern und jegliche Gefahr seiner Existenz anprangern. Menschen, die am Strand spazieren gehen oder fahren, wissen oft nicht, welchen Schaden sie dem chilenischen Erbe zufügen. Aus diesem Grund könnten die Anwohner der Küste es den Unwissenden erklären.

© Skulptur “Blume der Venus”: APA

Erste Veröffentlichung: 21. Dezember 2020

admin